Die Wirtschaftsschule Kasberger-Wildmann feierte am vergangenen Donnerstag den erfolgreichen Schulabschluss von 50 Schülerinnen und Schülern. Aufgrund der großen Zahl an Absolventen fand die Abschlussfeier in diesem Jahr im Magnobonus-Markmiller-Saal in Straubing statt. Unter dem Motto „Märchen“ hatte sich der Saal für diesen besonderen Abend in eine märchenhafte Welt verwandelt. In den letzten Tagen hatten die Klassen 5a bis 10z eifrig gebastelt. Die so entstandenen Märchenbilder sowie ein Rapunzelturm sorgten nun für die passende Atmosphäre.
Durch den Abend führten Nora Tutuian und Marie Schieweck aus der Klasse 9a. Für viele Lacher sorgte ein von der Theater-AG humorvoll aufgeführter Märchensketch. Dabei trafen bekannte Figuren wie der Froschkönig, Rumpelstilzchen, Rotkäppchen und der Wolf aufeinander. Besonders amüsiert reagierte das Publikum, als der magische Spiegel gefragt wurde, wer denn die Schönste im ganzen Land sei. Dieser verweigerte jedoch die Antwort – aus Datenschutzgründen. Spätestens da hatte das märchenhafte Theaterstück den ganzen Saal zum Lachen gebracht.
Auch die Klassenleitungen Christine Bachinger, Franziska Werth und Tobias Bucher blickten auf humorvolle Weise auf die vergangenen Schuljahre zurück und ordneten ihre Absolventinnen und Absolventen verschiedenen Märchenfiguren zu. So gab es unter anderem Hexen, die gerne einmal auf geheimnisvolle Weise verschwanden, oder Zauberer, die gelernt hatten, sich die Magie der künstlichen Intelligenz zunutze zu machen.
In ihrer Abschlussrede griff auch Schulleiterin Doris Dorfner das Märchenmotto auf. Schließlich hätten Märchen und Schule mehr gemeinsam, als man zunächst vermuten könnte: Herausforderungen und Prüfungen mussten gemeistert und so mancher „Drache“ bezwungen werden. Sie erinnerte an die unterschiedlichen Wege der drei Abschlussklassen, gemeinsame Erlebnisse wie das Adventure- und Wintercamp sowie die Abschlussfahrt nach Cavallino. Aus den drei Klassen sei dabei eine große Gemeinschaft geworden. Der Schulabschluss sei deshalb zwar das „Happy End“ eines Kapitels, das eigentliche Abenteuer beginne für die jungen Erwachsenen jedoch erst danach.
Auch der Zweite Bürgermeister der Stadt Straubing, Dr. Albert Solleder, der Abgeordnete Josef Zellmeier und die stellvertretende Landrätin Barbara Unger ließen es sich nicht nehmen, den Absolventinnen und Absolventen persönlich zu gratulieren. In ihren Grußworten würdigten sie den erfolgreichen Abschluss und wünschten den jungen Erwachsenen für ihren weiteren Lebensweg alles Gute. Diesen Glückwünschen schloss sich auch Frau Hutterer als Vertreterin des Elternbeirats an, die in ihrer Rede die letzten Schuljahre aus Elternperspektive Revue passieren ließ.
Endlich folgte, nach einem emotionalen Rückblick in Bildern, der lang ersehnte Moment der Zeugnisübergabe. Besonders stolz zeigte sich die Schulfamilie über die drei Jahrgangsbesten. Das waren: Kathi Fischer (10a), Nicolas Rohrmeier (10b) und Pauline Hurt (11z). Sie wurden für ihre hervorragenden schulischen Leistungen besonders geehrt.
Für die Absolventinnen und Absolventen beginnt nun ein neues Kapitel. Während für viele eine Ausbildung startet, führt der Weg anderer an eine weiterführende Schule. Frau Dorfner gab in ihren abschließenden Worten folgenden Rat: Neben fachlichem Wissen seien vor allem Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Respekt und Verantwortungsbewusstsein wichtig. Auch bei künftigen Umwegen und Stolpersteinen sollten sie Mut und Humor nicht verlieren – schließlich werde auch den Heldinnen und Helden im Märchen das Happy End nicht geschenkt.
Nun waren die Helden des Abends selbst an der Reihe. In ihren Abschlussreden blickte jede Klasse auf humorvolle Art und Weise auf die Höhen und Tiefen der vergangenen Schulzeit zurück. Besonderer Dank galt den Lehrkräften, besonders den Klassenleitungen, deren Arbeit mit persönlichen Worten gewürdigt wurde.
Zum Abschluss blieb genügend Zeit, den gemeinsamen Erfolg mit Familien, Freunden und Lehrkräften zu feiern, Erinnerungsfotos zu machen und die vergangenen Schuljahre noch einmal Revue passieren zu lassen. Für die 50 Absolventinnen und Absolventen endete damit ein wichtiges Kapitel ihrer Schulzeit – und wie es an diesem märchenhaften Abend so passend hieß: Das Schönste kommt oft erst nach der letzten Seite.




